A ship in a harbor is safe, but this is not what ships are built for

(John A. Shedd)

Mein Weg

Schön, dass dich meine Geschichte interessiert. Gerne erzähle ich dir im Folgenden, welche Erfahrungen und Begebenheiten mich hierher gebracht und bis heute geprägt haben.

Erinnerungen an früher

Die Lebendigkeit und Tiefe des Lebens zu erforschen und zu erfahren, begleitet mich seit ich mich zurückerinnern kann. Schon in ganz jungen Jahren wollte ich die grösseren Zusammenhänge des Menschseins und des Lebens erkennen und verstehen können. Und bereits als kleines Kind hielt ich überall «Reden» und erklärte den Menschen um mich herum - oft auch den Erwachsenen - das Leben.

 

Schon immer war ich der Überzeugung, dass allen Menschen ein unglaublich kostbarer und wertvoller Kern innewohnt, auch wenn dieser zum Teil verdeckt ist. Besonders bewusst wurde mir das stets bei unbeliebten Menschen oder solchen, die schlimme Dinge getan haben. Ich sah immer deutlich vor mir, was da hätte sein können, und dass da irgendwo im Innern dieser Menschen, wie bei allen anderen auch, ein Funken Licht vorhanden ist.


Was mich ebenfalls auszeichnete, war eine ausgeprägte Feinfühligkeit und Sensibilität, heute auch bekannt als Hochsensibilität. Dies äusserte sich unter anderem darin, dass ich Gefühle von anderen Menschen oft stärker wahrnahm als meine eigenen, bzw. dass es mir schwer fiel zu unterscheiden, was denn nun zu mir gehörte und was nicht.

 

Zusammen mit meinen zwei Schwestern durfte ich eine sehr behütete Kindheit, geprägt von bedingungsloser Liebe, erfahren, Dafür bin ich meinen Eltern unendlich dankbar. Ich bin überzeugt, dass genau diese Basis den Boden für meine heutige Liebesfähigkeit geschaffen hat. Gefühle wie Hass und Rache kannte ich nie, dafür sehr viel Liebe und Empathie. 

 

Erst viel später realisierte ich, dass meine Fähigkeiten für Mitgefühl und Empathie wie auch meine Liebesfähigkeit eher aussergewöhnlich sind und offensichtlich zu meinen Gaben gehören. Und irgendwann erkannte ich es als grosses Geschenk, welches mir mehr und mehr helfen sollte, sowohl in anspruchsvollen beruflichen als auch privaten Situationen anstelle von Schwächen die verborgenen Stärken und Talente meines Gegenübers zu erkennen. 

 

Trotz meiner liebevollen Kindheit hatte ich wenig Selbstvertrauen. Ich war unsicher und überaus angepasst, traute mir wenig zu, und hatte oft Angst zu versagen und nicht zu genügen. Ein überdimensionaler Perfektionismus erschwerte mir das Leben und im Denken war ich auch immer wieder mal eher pessimistisch gestimmt. Vieles davon spielte sich hauptsächlich in meinem Innern ab. Gegen aussen war ich ein fröhlicher und positiver Mensch, was natürlich auch ein Teil meines Wesens war. Lange Zeit strahlte ich somit etwas anderes aus, als ich in mir fühlte.

 

Die andere Seite gab es sicherlich auch, ich kannte schon immer intensive Gefühle der Freude, Begeisterung und Leidenschaft. Und ich habe wie bereits gesagt schon immer an das Gute geglaubt und den guten Kern in jedem Menschen gesehen. Auch lieben konnte ich schon immer gut. So sehr, dass mir das Wohle meiner Liebsten oft viel wichtiger war, als meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu respektieren. 

Einstieg in den Beruf

Aus meinem tiefen inneren Wunsch, den Menschen zu helfen und der Welt Gutes zu tun, entstand schon früh in meiner Kindheit mein Berufswunsch, Kinderkrankenschwester (wie es damals noch hiess) zu werden. Dies führte mich über ein prägendes Praktikum im Tessin direkt in ein Schweizer Universitäts-Kinderspital, wo ich meine Ausbildung absolvierte und auch meine restliche berufliche Karriere verbrachte. Neben der Pflege der kranken Kinder faszinierte mich von Anfang an besonders auch die Zusammenarbeit mit den Eltern. Je anspruchsvoller diese waren, umso grösser meine Freude, wenn ich sie in ihrer Seele erreichen und ihnen in den oft schwierigen Situationen ein Lächeln abgewinnen konnte.

 

Meine Freude und Begabung bei der Begleitung von Menschen führten mich bald auf den Weg zur Berufsbildnerin und später zur Lehrerin für Pflege. Es wurde zu einem meiner Hauptziele, die Stärken und Ressourcen der jungen Menschen zu entdecken und zu fördern, so dass sie positive Erfahrungen machen und aufblühen konnten. 

 

Um solche Prozesse besser zu verstehen und Menschen noch gezielter begleiten zu können, absolvierte ich die Ausbildung zur Erwachsenenbildnerin und hatte fortan grosse Freude beim Coaching der Berufsbildnerinnen und als Klassenlehrerin der jugendlichen FaGe-Lernenden. 

Erkenntnisse

Trotz all den positiven Herausforderungen und Erlebnissen in meinem Beruf merkte ich zunehmend, dass mich diese Arbeit nicht mehr voll erfüllte. Etwas fehlte mir. Dies irritierte mich zuerst sehr, da ich nun eigentlich meinen Traumjob ergattert und schon deutlich mehr erreicht hatte, als ich mir je zu erhoffen wagte. Der Anteil, der mir wirklich so sehr am Herzen lag, nämlich die Persönlichkeitsarbeit mit den Jugendlichen und den Berufsbildnerinnen, wurde mir zu klein. Ich spürte, dass ich noch mehr zu geben hatte und dass ich meine Talente und Begabungen in diesem Job mit seinen Rahmenbedingungen nur sehr bedingt ausleben konnte. Ich wollte Menschen noch gezielter und umfassender begleiten, als dies bei meiner Aufgabe möglich war.

Erwachen

Damaris Hoppler - Lebenstransformations-Coach & Referentn

Etwa zur gleichen Zeit fing meine damalige religiös geprägte Weltsicht an zu bröckeln und auseinander zu fallen. Lange Zeit hatte ich ein sehr klares und aus heutiger Sicht eingeschränktes Bild der Welt und der Möglichkeiten. Ich erlaubte mir vieles nicht, hielt mich klein und traute mir wenig zu.

 

Meine damaligen Lebensumstände und die innere Überzeugung, dass es da noch mehr - eine grössere Wahrheit- geben muss, haben mich schliesslich dazu geführt, selbstauferlegte Ketten zu sprengen und zu erwachen. So fühlte es sich jedenfalls an. Die Grenzen weiteten sich, ein neuer Horizont tat sich mir auf, die Welt sah plötzlich irgendwie anders aus.


Es war tatsächlich so, dass ich in gewisser Weise auf einmal mehr wahrnehmen, sehen und fühlen konnte und eine Ahnung von all den Möglichkeiten bekam, die wir Menschen haben. Diese Erkenntnis befreite und erschütterte mich zugleich und ich ahnte, dass da noch ein langer Weg vor mir lag.

Aufbruch

Obwohl ich bereits wusste und deutlich fühlte, dass meine zukünftige Aufgabe eine andere sein würde, schaffte ich den Absprung aus meinem guten und sicheren Job nicht sofort. Ich wusste ja auch gar nicht, was ich denn sonst tun sollte, wo genau meine Begabungen lagen, was ich noch alles zu geben hatte. Der Wunsch, meine wahre Lebensaufgabe und Berufung zu finden, wurde immer stärker und lauter. Ich fing an, mich intensiver mit mir selbst auseinander zu setzen und an mir zu arbeiten. 

Vertraue der Stimme deines Herzens und folge deinem inneren Ruf

Wie ein ausgetrockneter Schwamm sog ich alles auf, was mich näher zu mir selbst brachte. Ich liess mich begleiten und coachen, besuchte viele Kurse und Seminare und verschlang unzählige Bücher. Ich lernte viele neue Menschen kennen, die teilweise schon etwas weiter waren als ich und die mich ermutigten und auf meinem Weg unterstützten. Trotz anfänglichen Fragen und Irritationen standen auch meine Familie und engste Freunde immer hinter mir, was mir sehr viel bedeutete. Während dieser Zeit startete ich auch mit der Reiki Ausbildung und wurde dabei von der Schülerin selbst zur Lehrerin. In diesem intensiven und sehr wertvollen Prozess lernte ich mich selbst besser kennen und sah immer klarer, was ich eigentlich wollte in meinem Leben. Dadurch und dank dem Vergebungsritual "Ho’oponopono", welches zur hawaiianischen Philosophie "Huna" gehört, durfte ich an mir selbst erleben was es bedeutet, alte Muster und Verhaltensweisen aufzulösen und immer mehr zu dem Menschen zu werden, der ich eigentlich bin und sein möchte. Ich entdeckte in mir schlummernde Wünsche, Träume und Talente wieder neu und konnte sie zunehmend ins Leben integrieren.

Krise als Chance

Irgendwann schupste mich das Leben definitiv einen Schritt weiter. Das passierte genau dann, als ich mit einer grossen Diskushernie von einem Tag auf den anderen buchstäblich lahmgelegt wurde. Während einem guten Jahr war ich extrem eingeschränkt und oft arbeitsunfähig. Nun hatte ich Zeit, mich intensiv mit meinen Themen, Wünschen und Ängsten zu befassen und zu schauen, was im seelischen Bereich hinter dieser Rücken Thematik stand. Ich wusste schon dort und trotz intensiven Schmerzen und schlaflosen Nächten, dass dies ein ganz wichtiger Prozess war und dass ich wieder vollständig gesund werden würde. Als ich die Botschaft dieser Krankheit erkannte, war für mich klar: ab jetzt wollte ich nur noch das tun, was ich von ganzem Herzen liebte. Ich wollte mich mit Menschen umgeben, die mir gut tun und ich beschloss, dem Leben zu vertrauen und zu glauben, dass es das Beste für mich bereithält. Ich wollte frei und glücklich sein, meine Talente leben, auf meine innere Stimme hören und mich von ihr leiten lassen.

Wachstum findet immer ausserhalb der Komfortzone statt.

So kam es, dass ich meinen sicheren Job noch im Krankenstatus kündigte, was bei einigen Menschen natürlich auf Unverständnis stiess. Es erforderte eine gute Portion Mut von mir aber es fühlte sich nicht einmal so mutig an, sondern eher konsequent. Von nun an wollte ich meinem Herzen folgen und nicht mehr meinem Kopf. Dies war die beste Entscheidung, die ich in meinem Leben gefällt hatte. Wenn eine Türe zugeht, öffnet sich ja bekanntlich eine neue - und so war es auch bei mir. Es folgten drei wundervolle, spannende und intensive Jahre, in denen ich viele Herzenswünsche realisieren konnte. Eine Reise nach Hawaii und die Gründung des Ohana Centers zusammen mit zwei guten Freunden sind Highlights aus dieser Zeit. Das Ohana Center, bei dem ich bis Ende 2018 tätig war, wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen behalten. Es war der Einstieg in meine Selbständigkeit, bei dem ich unglaublich viel lernen durfte. «Entscheidungen machen verborgene Wege sichtbar», das erlebte ich mittlerweile schon etliche Male.

Wege und Umwege

Der Weg ins neue Bewusstsein war ab und zu steinig und holprig, es gab Berge zu überwinden und Täler zu durchqueren. Es galt einiges loszulassen, Überzeugungen, Verhaltensmuster und auch Menschen. Es gab Widerstände im Innen und Aussen und es gab viele Fragen und Unsicherheiten.

 

Neben Rückschlägen und kargen Momenten gab es aber auch immer häufiger saftige Wiesen mit blühenden Blumen, viele wunderbare Raststellen und tolle neue Weggefährten. Diese Erlebnisse, sowie der stetige Fokus auf das Leben, das ich mir wünschte, halfen mir, die Durststrecken und schwierigeren Phasen auszuhalten.


 

Ich erkannte, dass ich selbst zu 100% für mein Leben und alles was ich erlebe verantwortlich bin. Dieser Gedanke war für mich zwar zunächst neu und etwas befremdend. Gleichzeitig fühlte ich aber sofort eine bis anhin nicht gekannte Kraft in mir aufsteigen - eine neue Welt tat sich für mich auf, deren Möglichkeiten ich zu dem Zeitpunkt erst erahnen konnte. Diese Erkenntnis hat mein Leben in allen Bereichen grundlegend verändert.

 

Von Anfang an überwogen die positiven Erlebnisse bei Weitem die Herausforderungen und schmerzhaften Erfahrungen. Und ich hatte in mir immer die Gewissheit, dass der Gewinn viel grösser sein würde, als der Verlust. Deshalb stellte sich mir auch nie die Frage, ob ich den neu eingeschlagenen Weg weitergehen würde. Genau das tue ich auch heute noch – mit grosser Freude und Überzeugung.

Alles ist möglich

Mit meiner Geschichte möchte ich dir Mut machen, auf die vielleicht feine und irritierende, aber hartnäckige Stimme deines Herzens zu hören und ihr zu folgen. Sie führt dich nämlich zu deinen tiefen Wünschen und Fähigkeiten, zu deinem Geschenk an diese Welt, zu deiner LebensaufGABE.

Lass uns gemeinsam die Welt zum Leuchten bringen!

Für Veränderungen braucht es einen klaren Fokus und eine gute Portion Wille, Durchhaltevermögen und Mut. Und wenn Ängste vorhanden sind, ist das ein gutes Zeichen, solange auch grosse Freude und Sehnsucht spürbar sind. Denke daran, du musst nicht alles alleine tun.